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WNTP §325. Mai 2026 · 4 Min. Lesezeit

Vom Bestand zum Endbericht: der WNTP-Workflow in fünf Schritten

Ein Wärmenetz-Transformationsplan entsteht nicht aus einem Guss. Wer den Workflow kennt – von der Geländeaufnahme bis zum PDF-Export – arbeitet effizienter und liefert konsistentere Ergebnisse.

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Der typische WNTP-Prozess

Wer einen WNTP bisher manuell erstellt hat, kennt das Muster: Daten aus verschiedenen Quellen zusammensuchen, Sankey-Diagramme manuell zeichnen, Zahlen in PowerPoint-Folien eintippen – und dann feststellen, dass sich ein Eingabewert geändert hat und alle Diagramme überarbeitet werden müssen.

Ein strukturierter Workflow macht den Unterschied. Hier sind die fünf Schritte, die einen robusten WNTP tragen.

Schritt 1: Standort & Bedarf erfassen

Alles beginnt mit der Bestandsaufnahme: Welche Gebäude gehören zum Netz? Welche Netzebenen (Vor-/Rücklauftemperaturen) existieren? Wie groß ist der Spitzenwärmebedarf, wie hoch der Jahresbedarf?

Diese Daten bilden die Datenbasis für alle nachgelagerten Berechnungen. Eine 3D-Massenmodellierung des Standorts hilft, Gebäude und Netze visuell zuzuordnen und Fehler früh zu erkennen.

Schritt 2: Erzeugerstruktur inventarisieren

Im zweiten Schritt werden alle Bestandserzeuger vollständig aufgenommen: BHKW-Einheiten, Kessel, Wärmepumpen – mit Baujahr, installierter Leistung, Volllaststunden, Brennstoffart und Emissionsfaktoren. Das Ergebnis ist das Bestandssankey für das Basisjahr.

Schritt 3: Versorgungsvarianten konfigurieren

Ausgehend vom Bestand werden Dekarbonisierungsvarianten entwickelt. Typische Varianten reichen von der Referenz (V0 = Status quo) über teilweise elektrifizierte Konzepte bis zur vollständig erneuerbaren Versorgung. Für jede Variante werden Erzeugerkomponenten dimensioniert und ihre techno-ökonomischen Kennzahlen berechnet.

Schritt 4: Varianten vergleichen und Empfehlung ableiten

Der Vergleich zeigt: Welche Variante hat den niedrigsten TCO? Welche den höchsten EE-Anteil? Welche amortisiert sich schneller als V0? Die Empfehlung muss begründet sein – mit Zahlen, Diagrammen und einer klaren Begründung, warum die empfohlene Variante die beste Balance aus wirtschaftlichen und klimaschutzrelevanten Kriterien trifft.

Schritt 5: Bericht erstellen und exportieren

Abschließend fließen alle Ergebnisse in den WNTP-Endbericht: Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, Textstrecken, Diagramme und Variantenvergleichstabellen – als druckfertige A4-PDF-Datei, die direkt bei der Behörde eingereicht werden kann.

Energie-Zentrale verbindet alle fünf Schritte

Energie-Zentrale von FACT GmbH eFacilities Solutions bildet diesen fünfstufigen Workflow in einer einzigen, durchgehend verknüpften Anwendung ab. Eine Änderung in Schritt 1 propagiert automatisch in alle Diagramme, Berechnungen und den Endbericht – ohne manuelle Nacharbeit.

Das Ergebnis: weniger Fehler, kürzere Durchlaufzeiten und ein WNTP, der den regulatorischen Anforderungen nach WPG §32 standhält.

WNTP-Frist: 31. Dezember 2026

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